Jean C. Becker

Krimis aus Mainz und Rheinhessen

Persönliches

Jean Becker Presse 2014Jean Becker Presse 2014

Wie man zum Krimischreiber wird? Als ich im Juni 1956 (im letzten Jahrtausend!) das Licht der Welt in Form einer brummenden und mitunter flackernden Neoleuchte erblickte, war mir das sicher noch nicht klar. Hatte doch der Kreißsaal im Krankenhaus von Ehrenbreitstein so wenig gemein mit dem literarischen Salon von  Sophie von La Roche, der nicht zuletzt wegen ihrer liebreizenden Tochter Maximiliane ein gesellschaftlicher Mittelpunkt im „rechtsrheinischen Ableger von Koblenz“  war.

Vielleicht hat es ja doch über die Jahrhunderte ein wenig abgefärbt? Aber zunächst durchlief ich die übliche Schullaufbahn und entwickelte auf dem Max-von-Laue Gymnasium soviel Interesse an der Chemie, dass ich ein Schälchen selbstgemixten Schwarzpulvers zuhause entflammte und dabei die heimische Fensterbank und Gardinen in Brand setzte. Nach dem Abi folgte ein unerfreuliches Intermezzo bei den Mendiger Vaterlandsverteidigern und dann das Studium der Chemie in Mainz mit sehr unerfreulichen Assistenten und Professoren und antiquierten Inhalten. Mit dem Vordiplom wechselte ich daher zur Mineralogie, wo ich die Welt mit großen Augen neu entdeckte.

Mein erster Job nach dem Diplom führte mich in die Presse, wo ich als Chefredakteur bis 1996 einige technische Fachzeitschriften verantwortete und ganz nebenbei die IT beim Arbeitgeber programmierte. Kennen Sie noch dbase II?  Nach dem Umzug nach Appenheim folgte bald das Windelwechseln, denn 1989 und 1991 kamen meine Kinder zur Welt. Seit 1996 arbeite ich als freier Journalist und Redakteur für interessante Firmen und Themen und tummele mich auch in der IT, zuletzt in einem Mainzer Ingenieurbüro.

Mein erstes Buch, „Tod beim Rotweinfest“ kam 2000 und die Themen gingen mir nicht aus. Nicht zuletzt, weil ich neben den „normalen“ Jobs öfter mal als Vertretungslehrer tätig war – eine wunderbare Erfahrung mit Kindern von der Grundschule bis zur 11. Klasse Gymnasium. Bei der Recherche zum fünften Buch „Tod in der Unterwelt“ kam ich mit der Mainzer Unterwelt in Berührung und wurde infiziert. So betreue ich seit 2009 das Fort Josef direkt an der Uniklinik und habe schon viele Besucher durch die Gänge und Kasematten geführt. Um dieses Projekt auf eine breitere Basis zu stellen, gründete sich „Mainzer Unterwelten e.V.“ mit mir als 1. Vorsitzenden. Mit diesem gemeinnützigen Verein arbeiten wir intensiv daran, die unterirdischen Anlagen behutsam der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Diese Projekt entwickelt sich wunderbar und liefert ständig neue Anregungen.

Beruflich bin ich auch weiterhin im Bereich PR und technische Dokumentation tätig … und auch da gehen mir neue Ideen nie aus …